. .
Illustration

LAND MUSS AUSBILDUNGSREIFE UND BERUFSORIENTIERUNG VERBESSERN

IHKs zweifeln an Neukonzeption der Werkrealschule

Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) des Landes haben große Zweifel, dass die von der Landesregierung vorgelegte Neukonzeption der Werkrealschule ein erfolgversprechender schulpolitischer Ansatz ist. Sie befürchten, dass die wichtigsten Ziele der Werkrealschule, nämlich Ausbildungsreife und erufsorientierung von jungen Menschen besser zu fördern, mit der Neukonzeption icht erreicht werden können. Vielmehr würde der Trend zu höheren llgemeinbildenden Abschlüssen und zum Studium in einer Weise fortgesetzt, die unge Menschen häufig überfordert und gleichzeitig der dualen Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule dringend benötigte Begabungen entzieht.

Chance auf umfassende Berufsorientierung vertan

Die zwölf IHKs in Baden-Württemberg kritisieren in ihrer Stellungnahme zur Werkrealschulverordnung, dass in der Neukonzeption auf die teilweise Auslagerung des Unterrichts in die Berufsfachschule verzichtet wird. Damit werde eine systematische institutionalisierte Zusammenarbeit von Schule und Berufsschule verhindert und die Chance einer umfassenden Berufsorientierung der Schüler durch die kompetenten Lehrkräfte der beruflichen Schulen vertan. Kritisch beurteilen die Kammern auch den Verzicht auf die bisherige Notenschwelle für
den Übergang von Klasse 9 nach Klasse 10.

Überforderung im 10. Schuljahr

Es sei zu befürchten, dass viele theorieschwache Jugendliche das zehnte Jahr zwar anstreben, damit aber überfordert sind und das Leistungsniveau in den Klassen insgesamt nicht gehalten werden kann. Dr. Herbert Müller, Präsident der IHK Region Stuttgart und Federführer Ausbildung der IHKs im Land, appelliert an Kultusministerin Warminski-Leitheußer: „Angesichts zunehmenden
Fachkräftemangels muss bei allem, was wir in der Schulbildung tun, die Annäherung von Schule und Wirtschaft im Mittelpunkt stehen. Nur, wenn es uns gelingt,Kinder und Jugendliche umfassend auf das Berufsleben vorzubereiten, können sie die Chance einer beruflichen Entwicklung auch ergreifen.“ Die IHKs legten Wert darauf, dass die berufliche Perspektive der dualen Ausbildung auch bei der „neuen“ Werkrealschule oberstes Prinzip sei. Dazu gehöre, dass Lehrer gezielt qualifiziert werden, damit sie mit dem notwendigen Erfahrungswissen in berufsbezogenen und berufsorientierenden Fächern unterrichten können. Dr. Müller: „Die IHKs werden weiterhin alles daran setzen, die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft voranzutreiben und die hervorragenden Chancen der dualen Ausbildung deutlich zu machen.“

DOKUMENT-NR. 86770

  • ANSPRECHPARTNER

  • Telefon: 0721 174-212
  • Fax: 0721 174-279

Kontaktdaten speichern (V-Card)
  • LEHRSTELLENBÖRSE

In dieser Börse können Unternehmen ihre freien Lehrstellen veröffentlichen und nach Bewerbern suchen. Schüler und Schulabgänger haben die Möglichkeit, nach freien Ausbildungsplätzen zu suchen oder ihre eigenen Lehrstellengesuche aufzugeben. mehr

  • BERUFSBILDUNGS-INFO

Dieses Infoblatt der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe informiert aktuell über neueste Entwicklungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung. mehr

  • YOUTUBE KANAL IHK KARLSRUHE

Hier finden Sie unsere Videobeiträge. externer Link