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Auslandsinvestitionen Frühjahr 2010
(PDF, 707 KB) (Dokument-Nr.: 13188)
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Die Stimmung der Wirtschaft verbessert sich zusehends. Das
zeigen jetzt auch die Auslandsinvestitionspläne deutscher
Unternehmen. Die Wirtschaft lässt den Schock des Krisenjahres
langsam hinter sich. 44 Prozent der deutschen Industrieunternehmen
planen im laufenden Jahr im Ausland zu investieren – vier
Prozentpunkte mehr als 2009, der zweitstärkste Zuwachs seit 1995,
dem Start der DIHK-Befragung zu den Auslandsinvestitionen.
Die Exportorientierung deutscher Unternehmen erweist sich abermals
als richtig. Die Vielzahl der Industrieunternehmen, die jetzt
wieder im Ausland investieren will, hat bessere Exporterwartungen,
aber auch bessere inländische Beschäftigungs- und Investitionspläne
als andere. Insbesondere investieren deutsche Industrieunternehmen
zur Unterstützung ihrer Exportaktivitäten in ihre logistischen
Netze. Zudem stehen wieder Investitionen in den Erhalt bzw. den
Auf- oder Ausbau von ausländischen Produktionsstätten zum Zwecke
der Markterschließung auf der Agenda.
Dass Auslandsinvestitionen im Jahr 2010 nicht zu Lasten des
heimischen Wirtschaftsstandortes erfolgen, zeigt sich auch am
auslaufenden Trend zur Produktionsverlagerung. So stehen
Auslandsinvestitionen aufgrund von Kostennachteilen aktuell nicht
mehr im Vordergrund. Wer jetzt allerdings Forderungen nachgibt, den
deutschen Exportüberschuss über höhere Arbeitskosten abmildern zu
wollen, vernichtet die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands
und vergeht sich am Standort. Denn immer noch sehen sich 24% der
Unternehmen gezwungen, Produktion von Deutschland ins Ausland zu
verlagern. Diese sehen ihr konjunkturelles Hauptrisiko in den
Arbeitkosten.
Insofern müssen Unternehmen und Politik ihr Augenmerk darauf
richten, die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland zu verbessern.
Dann tragen die Auslandsinvestitionen der Unternehmen nicht nur an
den ausländischen Standorten Früchte, sondern auch zu Hause. Ebenso
müssen wir in Hab-Acht-Stellung beim Thema Finanzierung bleiben.
Unternehmen, die aktuell Pläne für Auslandsinvestitionen haben,
bekunden schlechtere Kreditkonditionen als die
Gesamtwirtschaft.
(DIHK-Präsident Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann, Berlin, 18. März 2010)
© Industrie- und Handelskammer Karlsruhe
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen. Bei den Links zu externen Seiten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte, für die die IHK Karlsruhe keine Haftung übernimmt und deren Inhalt sich die IHK Karlsruhe nicht zu eigen macht.
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