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Wirtschaftslagebericht Jahresbeginn 2011
(PDF, 384 KB) (Dokument-Nr.: 75068)
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Regionale Wirtschaft bleibt auf Erfolgskurs
Die Wirtschaft der TechnologieRegion Karlsruhe präsentiert sich zum Jahresbeginn 2011 in guter Verfassung. Im Durchschnitt aller Branchen hat die Bewertung der aktuellen Geschäftslage gegenüber dem vergangenen Herbst nochmals zugelegt. Der erfreuliche Trend dürfte sich nach Ansicht der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten fortsetzen. Die guten Aussichten schlagen sich auch in den nochmals positiveren Beschäftigungsplänen nieder. Hingegen sind nur noch leichte Investitionszuwächse zu erwarten. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe (IHK). Der Anteil der Unternehmen mit gut laufenden Geschäften ist von 42 Prozent auf aktuell 45 Prozent gestiegen. Mit 47 Prozent schätzen ähnlich viele Betriebe wie im Herbst ihre wirtschaftliche Situation als zufriedenstellend ein. Der Anteil der Unternehmen, die mit ihrem derzeitigen Geschäftsverlauf unzufrieden sind, ist von elf Prozent auf acht Prozent zurückgegangen.
„Trotz des generell erfreulichen Szenarios ist die Situation in den einzelnen Wirtschaftszweigen durchaus differenziert“, betont IHK-Präsident Bernd Bechtold. Der gesamtwirtschaftliche Erholungsprozess wird zum großen Teil von der Industrie - insbesondere den Investitionsgüterherstellern, die zusätzlich zu ihren Erfolgen auf den Auslandsmärkten mehr und mehr von einer anziehenden Binnennachfrage profitieren - und dem Dienstleistungssektor getragen. Auch im Groß- und Einzelhandel fällt die Beurteilung der derzeitigen Lage recht solide aus. Dagegen hat die regionale Bauwirtschaft den Anschluss an den konjunkturellen Aufschwung bisher noch nicht geschafft. Nach dem Hoffnungsschimmer im letzten Herbst hat die Stimmung in der Baubranche zum Jahreswechsel wieder einen Rückschlag erlitten.
Die Geschäftsperspektiven werden weiterhin zuversichtlich beurteilt. Die Unternehmen erwarten allerdings eine Beruhigung. 39 Prozent der Betriebe rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit noch besseren Geschäften (Herbst 2010: 40 Prozent). Um sieben Prozentpunkte auf 53 Prozent angestiegen ist der Anteil der Unternehmen, die in der nächsten Zeit keine wesentliche Änderung ihrer wirtschaftlichen Situation erwarten. Eine ungünstige Geschäftsentwicklung befürchten derzeit nur noch acht Prozent der Unternehmen (Herbst 2010: 14 Prozent). IHK-Präsident Bernd Bechtold weist aber auch darauf hin, dass der insgesamt optimistische Ausblick von einigen Risiken begleitet wird: „Während die Inlandsnachfrage immer weniger Unternehmen Kopfzerbrechen bereitet, haben sich neben dem Fachkräftemangel die knapper und teurer werdenden Rohstoffe und steigende Energiepreise zur derzeitigen Hauptsorge der Unternehmen entwickelt. Ein erhebliches Konjunkturrisiko sehen die Unternehmen daher auch in höheren Arbeitskosten, insbesondere wenn Tarifabschlüsse aus erfolgreichen Exportbranchen als Grundlage für schlechter dastehende Wirtschaftszweige herangezogen werden.“
Die guten Aussichten schlagen sich in mehr Beschäftigung nieder. Zu Jahresbeginn 2011 planen 26 Prozent der Unternehmen, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Knapp zwei Drittel der Betriebe wollen ihren Personalbestand aufrechterhalten, nur noch jeder zehnte Betrieb hält einen Personalabbau für unvermeidlich (Herbst 2010: 16 Prozent). Allen voran beim Beschäftigungsaufbau schreitet der Dienstleistungssektor, aber auch in der Industrie und dem Groß- und Einzelhandel hat sich der Beschäftigungssaldo deutlich verbessert.
Die Investitionsbereitschaft hat sich im Vergleich zum vergangenen Herbst nur noch geringfügig erhöht. Weiterhin 30 Prozent der Unternehmen planen zusätzliche Investitionen, jeder zweite Betrieb wird seine Investitionsausgaben auf dem bisherigen Niveau beibehalten. 20 Prozent der Unternehmen sehen in den kommenden Monaten keine Investitionen vor oder wollen ihre Investitionsbudgets reduzieren, gegenüber dem Herbst 2010 ein Rückgang um einen Prozentpunkt.
Den kompletten Wirtschaftslagebericht Jahresbeginn 2011 können Sie im nebenstehenden Downloadbereich herunterladen.
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