Downloads
-
Wirtschaftslagebericht Jahresbeginn 2012
(PDF, 418 KB) (Dokument-Nr.: 86746)
Sie befinden sich hier: Startseite > International > Volkswirtschaft > Konjunktur > Wirtschaftslage in der TechnologieRegion Karlsruhe > Wirtschaftslagebericht Jahresbeginn 2012
Geschäfte laufen rund
Die Wirtschaft der TechnologieRegion Karlsruhe ist selbstbewusst in das neue Jahr gestartet. Zum Jahresbeginn 2012 beurteilen die Unternehmen im Durchschnitt aller Branchen ihre aktuelle Geschäftslage so gut wie noch nie. Zuletzt war die geschäftliche Situation im Frühsommer 2007 auf einem annähernd hohen Niveau. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe (IHK). Die regionale Wirtschaft zeigt auch in der Schuldenkrise gute Nerven. Der Optimismus in den Unternehmen ist wieder leicht gestiegen, nachdem die Erwartungen im vergangenen Herbst deutlich zurückgeschraubt worden waren. Beim Blick auf die nahe Zukunft rechnet die Mehrheit der Unternehmen mit einer Fortsetzung des guten Geschäftsverlaufs. Die Betriebe wollen daher auch künftig investieren und neue Mitarbeiter einstellen.
Die derzeitige Geschäftslage stellt sich besser dar als von den Unternehmen im vergangenen Herbst erwartet. Der Anteil der Unternehmen mit gut laufenden Geschäften ist von 50 auf aktuell 55 Prozent gestiegen. 40 Prozent der Betriebe zeigen sich mit der aktuellen Situation zufrieden (Herbst 2011: 43 Prozent). Einen ungünstigen Geschäftsverlauf melden gegenwärtig fünf Prozent der Unternehmen (Herbst 2011: sieben Prozent). Insbesondere die Industrie, der Groß- und der Einzelhandel sowie der unternehmensnahe Dienstleistungssektor warten zum Jahresbeginn 2012 im jeweiligen Branchendurchschnitt mit einer positiven Beurteilung ihrer wirtschaftlichen Situation auf. Nicht mehr ganz so günstig wie vor vier Monaten, aber immer noch bei der Mehrheit der Betriebe zufriedenstellend, stellt sich die allgemeine Lage in der Bauwirtschaft dar.
Die regionalen Unternehmen bauen auf ihre Wettbewerbsfähigkeit und lassen sich von den Verwerfungen an den Finanzmärkten, den gravierenden Schuldenproblemen in Europa und einer stotternden Weltkonjunktur bisher nur wenig beeindrucken. Unter dem Vorbehalt, dass das Krisenmanagement der europäischen Regierungen greift und die Schuldenkrise nicht eskaliert, schätzen die Betriebe ihre Geschäftsperspektiven insgesamt sogar wieder leicht zuversichtlicher ein als im vergangenen Herbst.
Zum Jahresbeginn 2012 erwarten 24 Prozent der Unternehmen, dass sich die Geschäfte in den kommenden zwölf Monaten weiter beleben (Herbst 2011: 25 Prozent), 62 Prozent gehen von einem stabilen Geschäftsverlauf aus (Herbst 2011: 57 Prozent). Von 18 auf 14 Prozent gesunken ist der Anteil der Betriebe, die in der nächsten Zeit geschäftliche Einbußen befürchten. Insbesondere im Dienstleistungssektor werden die geschäftlichen Aussichten optimistisch eingeschätzt. Auch Industrie und Großhandel rechnen im Saldo weiterhin mit einem Aufwärtstrend. Im Einzelhandel haben sich dagegen die bereits im Herbst anklingenden negativen Erwartungen für das laufende Jahr verstärkt. Sehr skeptisch gibt sich die Bauwirtschaft, die schwere Zeiten auf sich zukommen sieht. Aus Unternehmenssicht stellen die Preissteigerungen und die zunehmenden Preisschwankungen bei Energie und Rohstoffen für die Unternehmen immer noch die größte Gefahr für die eigene Geschäftsentwicklung dar.
Der derzeitige Planungsstand der Unternehmen signalisiert im Vergleich zum vergangenen Herbst einen leichten Anstieg der Investitionsbereitschaft. In Erwartung langfristiger Marktchancen hat jedes vierte Unternehmen hat sein Budget für Inlandsinvestitionen in den kommenden zwölf Monaten erhöht (Herbst 2011: 22 Prozent), 59 Prozent wollen ihre Investitionstätigkeit auf dem bisherigen Niveau konstant halten. Weniger als zuvor bzw. gar nicht zu investieren planen derzeit 16 Prozent der Unternehmen (Herbst 2011: 18 Prozent).
Personalbedarf besteht weiterhin, auch wenn sich der Anteil der Unternehmen, die zusätzliches Personal einstellen wollen, in den letzten Monaten von 29 auf 26 Prozent leicht reduziert hat. Um vier Punkte auf 65 Prozent gestiegen ist dafür der Anteil der Betriebe, die ihre Mitarbeiterzahl konstant halten wollen. Einen möglichen Rückbau der Belegschaften ziehen neun Prozent der Unternehmen in Betracht (Herbst 2011: zehn Prozent). Überdurchschnittlich hoch ist der Personalbedarf im unternehmensnahen Dienstleistungssektor und der Investitionsgüterindustrie. Trotz hoher Ausbildungsbereitschaft haben viele Unternehmen Probleme, ihren Fachkräftebedarf zu decken.
© Industrie- und Handelskammer Karlsruhe
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen. Bei den Links zu externen Seiten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte, für die die IHK Karlsruhe keine Haftung übernimmt und deren Inhalt sich die IHK Karlsruhe nicht zu eigen macht.
www.karlsruhe.ihk24.de
© Industrie- und Handelskammer Karlsruhe
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen. Bei den Links zu externen Seiten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte, für die die IHK Karlsruhe keine Haftung übernimmt und deren Inhalt sich die IHK Karlsruhe nicht zu eigen macht.
www.karlsruhe.ihk24.de