Die REGIO PAMINA ist ein grenzüberschreitender Zweckverband im
badisch-pfälzisch-elsässischen Grenzraum. Der Name PAMINA steht für
für die drei Teilräume, die sich hier an der deutsch-französischen
Grenze für grenzüberschreitende Kooperationen zusammengeschlossen
haben: Palatinat (Pfalz),
Mittlerer Oberrhein (Baden) und
Nord Alsace (Nordelsaß).
Ziele
Der Zweckverband hat das Ziel, die örtliche und regionale
grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Themenfeldern, die in
den Zuständigkeitsbereich seiner Mitglieder fallen, zu fördern, zu
unterstützen, zu koordinieren und für die Umsetzung Sorge zu tragen
sowie gegebenenfalls gemeinsame Projekte durchzuführen oder die
Trägerschaft für solche Projekte zu übernehmen.
Der Zweckverband REGIO PAMINA nimmt folgende Aufgaben wahr :
Gemeinsame Raumentwicklung (Ausarbeitung
gemeinsamer Konzepte und Projekte, Koordination und Förderung der
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Alltag),
INFOBEST (Informationsvermittlung und Beratung
öffentlicher und privater Stellen sowie von Privatpersonen
bezüglich grenzüberschreitender Fragen) und
INTERREG IIIA-PAMINA (Verwaltungsbehörde
-Programmbegleitung- und Zahlstelle -Auszahlungsantrag-).
Projekte
So konnten dort bis heute über einhundert grenzüberschreitende
Projekte mit Unterstützung der Europäischen Union realisiert
werden.
Daraus sind unter anderem hervorgegangen:
- Raumentwicklungskonzept PAMINA
- der deutsch-französische Club der Wirtschaftsförderer e.V. im
PAMINA-Raum
- der PAMINA Rheinpark e.V.
- die PAMINA Volkshochschule e.V., sowie
- die Touristik-Gemeinschaft Baden-Elsass-Pfalz e.V., besser
bekannt unter ihrem Markennamen "Vis-à-Vis"
Im Jahr 1998 wurde der Kooperationsraum PAMINA als "Region der
Zukunft" ausgezeichnet. Im gleichnamigen Wettbewerb des
Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen erreichte
PAMINA bundesweit einen zweiten Platz.
Geschichte
Auf der Grundlage eines Staatsvertrags zwischen
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz über die Zusammenarbeit bei
der Raumordnung in den Räumen Mittlerer Oberrhein und Südpfalz
wurde 1975 die Arbeitsgemeinschaft Mittlerer Oberrhein/Südpfalz
gegründet. Ihre Aufgabe ist die Abstimmung von Arbeitsgrundlagen
und die Entwicklung gemeinsamer planerischer Grundvorstellungen für
die Aufstellung und Fortschreibung der Regionalpläne bzw.
Regionalen Raumordnungspläne.
Die Arbeitsgemeinschaft wurde 1989 durch Vertreter aus den
nordelsässischen Arrondissements Wissembourg und Haguenau informell
erweitert. Seit 1995 sind auch der Mittelbereich Dahn des
Landkreises Pirmasens und das Arrondissement Saverne einbezogen.
Die Arbeitsgemeinschaft heißt seitdem Arbeitsgemeinschaft PAMINA.
Die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind vor allem die Förderung der
wirtschaftlichen und räumlichen Entwicklung des PAMINA-Raums, die
Weiterentwicklung des grenzüberschreitenden Tourismus und die
Intensivierung der kulturellen Kooperation.
Noch vor der Ausweitung der Arbeitsgemeinschaft Mittlerer
Oberrhein/Südpfalz auf das Nordelsaß wurde 1988 von
verantwortlichen politischen Vertretern der Räume Mittlerer
Oberrhein, Südpfalz und Nordelsaß eine gemeinsame Willenserklärung
für eine grenzüberschreitende Entwicklungskonzeption unterzeichnet
(Weißenburger Erklärung). Die Erklärung ist Grundlage für
zahlreiche grenzüberschreitende Aktivitäten im PAMINA-Raum, die
durch die Europäische Union - seit 1991 im Rahmen der
INTERREG-Programme - gefördert werden. Als eines der ersten
konkreten Resultate dieser Aktivitäten wurde 1991 die ständige
Informations- und Beratungsstelle für grenzübergreifende Fragen in
Lauterbourg (PAMINA-Büro) eingerichtet.
Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zur Gründung
des Zweckverbandes REGIO PAMINA am 17. Dezember 2001 und der
Erweiterung des Anwendungsbereichs des "Karlsruher Übereinkommens"
auf Regionalverbände in Baden-Württemberg und regionale
Planungsgemeinschaften in Rheinland-Pfalz 2002 trat die
grenzüberschreitende Zusammenarbeit in eine neue Phase.