Ausbildungsmesse "Einstieg Beruf"

Berufe live erleben auf der größten Ausbildungsmesse der Region
Digital gesteuerte Einkaufswagen, digital geschnittener Käse, digitale Öfen und digitale Kunden mit digitalen Sonderwünschen. Die Digitalisierung hat fast alle Stände der größten regionalen Ausbildungsmesse „Einstieg Beruf“ erfasst. Auch der Handel präsentierte sich digital. Bestes Beispiel das Edeka-Frischemobil mit Lebensmittelquiz und Supermarkt Scooter: Berufsorientierung multimedial und interaktiv.
So digital unser Leben und unsere Berufe aber auch werden, Ausbildungsberufe live zu erleben sowie der persönliche Kontakt zwischen Jugendlichen und Unternehmen ist weiterhin unverzichtbar. Das bewies auch die sechste Ausgabe der Einstieg Beruf, die bislang größte mit mehr als 320 Ausstellern und 19.500 Besuchern, erstmals auf eine Ausstellungsfläche von zwei Hallen und mehreren Foyers der Messe Karlsruhe verteilt.

 „Viele Schüler werden in Berufen arbeiten, die es heute noch gar nicht gibt. Vor allem werden dies Berufe sein, die im Zuge der Digitalisierung entstehen“, erklärte IHK-Präsident Wolfgang Grenke zur Eröffnung der von IHK, Handwerkskammer und Agentur für Arbeit organisierten Ausbildungsmesse. Gut, dass die OECD 2017 Deutschland ein besonders leistungsfähiges Bildungssystem bescheinigte, in dem jungen Menschen der Übergang ins Berufsleben besonders gut gelingt. Das liege auch und gerade an der dualen Aus- und Weiterbildung, so Grenke.
„Die Duale Ausbildung ist der absolute Renner“, erklärte auch Handwerkskammer-Präsident Joachim Wohlfeil. Grenke ergänzte: „Der große Pluspunkt der dualen Ausbildung ist: Sie bildet junge Menschen am konkreten Bedarf der Wirtschaft aus. Darüber hinaus ist sie auch ein Grund für die niedrige Jugendarbeitslosigkeit bei uns in der Region. Die Mehrzahl unserer regionalen Ausbildungsbetriebe garantiert ihren Azubis eine anschließende Übernahme und wirkt so dem Fachkräftemangel entgegen.“
Die duale Ausbildung eröffne viele unterschiedliche Karrieremöglichkeiten und sei eine vorzügliche Grundlage für eine spätere Karriere als Führungskraft im Unternehmen. „Vor allem Weiterbildungen zum Meister oder Fachwirt bieten gute Verdienstmöglichkeiten und sind ein Schutz vor Arbeitslosigkeit“, so der IHK-Präsident weiter.
Den direkten Kontakt mit dem Arbeitgeber nannte Michaela Frei, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt, als Vorteil der Messe: „Die Chemie muss stimmen. Unser Ziel ist es, die Jugendlichen bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen und den Unternehmen zu helfen, ihren Bedarf an Fachkräften zu decken.“
Für Wohlfeil ist das oberste Ziel, „dass die jungen Leute hier mit einer Vorstellung von ihrem Traumberuf hinausgehen.“ Aber das Employer Branding werde ebenfalls immer wichtiger. „Auch der Arbeitgeber muss lernen, sich zu verkaufen“, erklärte Wohlfeil.
Auch die grenzüberschreitende Ausbildung war wieder Thema auf der Einstieg Beruf. 40 Schülerinnen und Schüler von berufsbildenden Schulen und Gymnasien aus dem Nordelsass waren mit dem Bus angereist. Ganz so einfach wie am Messetag sei das Problem der öffentlichen Nahverkehrsverbindungen über den Rhein an gewöhnlichen Wochentagen nicht zu überwinden. „Das Transportproblem ins Elsaß muss gelöst werden, damit die Wirtschaft in der Region auch zukünftige Fachkräfte aus Frankreich einstellen kann“, erklärte Grenke.
Neben den Ausbildungsständen der Unternehmen aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Handwerk lieferte das Speed-Dating die direkte Chance auf einen Praktikumsplatz  oder sogar eine Ausbildungsstelle. Die Job-Wall war voller aktueller Ausbildungsangebote und beim Bewerbungsmappencheck bot das BEO-Netzwerk Hilfe bei den ersten Schritten in Richtung Ausbildungsplatz.
Die nächste Einstieg Beruf findet am Samstag, 19.01.2019 statt.