IHK-Bildungsoffensive

Unsere weitere ökonomische Entwicklung, die Qualität des Standorts Deutschland hängt davon ab, ob es uns gelingt, Nachwuchstalente zu fördern und zu entwickeln. Wissen ist zur entscheidenden Produktivkraft von Wirtschaft und Gesellschaft geworden. Die IHK Karlsruhe hat einen Weg gefunden, künftige Fachkräfte möglichst frühzeitig zu qualifizieren und hat 2008 das Projekt „Wirtschaft macht Schule” ins Leben gerufen, dem sich inzwischen auch die Handwerkskammer angeschlossen hat.
Die beiden Kammern vermitteln Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen, zwei Partnern, die vor Beginn der Initiative häufig noch unter Berührungsängsten litten. Die Kooperationen sollen bei den Schülern Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge wecken, die Arbeitswelt greifbar machen, ihnen unbekannte Berufe näher bringen, die Technikakzeptanz durch die Einblicke in den Unternehmensalltag erhöhen und damit insgesamt die Berufsfindung erleichtern. Auch die Unternehmen profitieren, indem sie auf diesem Weg die Ausbildung künftiger Fachkräfte aktiv mit gestalten können. Gleichzeitig werden die Lehrer zu kompetenteren Berufsberatern gemacht, die ihren Schülern den Weg in die Ausbildung erleichtern. Ende 2010 hat die IHK Karlsruhe ihr Ziel, die flächendeckende Versorgung der allgemeinbildenden Schulen mit mindestens einem Partner aus der Wirtschaft, erreicht. Inzwischen arbeiten die Schulen sogar mit durchschnittlich fünf Partnern aus der Wirtschaft zusammen.
Zweiter Schritt: Qualitätssicherung
Um die Qualität der Kooperationen zu überprüfen und zu sichern, wurde ein praxisbezogener Kriterienkatalog entwickelt. Ein aus wichtigen gesellschaftlichen Gruppen wie den Hochschulen, den Kirchen, Gewerkschaften, Eltern, Lehrern und der Wirtschaft bestehender Qualitätsbeirat sorgt für die Weiterentwicklung und die Aktualität der Kriterien. Erfüllt eine Schule nach einjähriger Kooperationsphase einen bestimmten Prozentsatz, erhält sie gemeinsam mit ihrem/ihren Partnerunternehmen ein Qualitätssiegel mit bis zu fünf Sternen.