Wirtschaft macht Schule - Aktionstag im Filmpalast

 „Ist es schwer, in den Beruf des IHK-Präsidenten zu kommen?“ fragen drei Schüler der Ernst-Reuter-Schule Wolfgang Grenke beim Aktionstag „Wirtschaft macht Schule“. „Hmm, ein wirklicher Beruf ist das nicht“, antwortet der Präsident. „Es ist ein Ehrenamt und ich mache das aus Freude daran, die Wirtschaft zu unterstützen. Eigentlich habe ich noch einen anderen Beruf. Ich bin Unternehmer.“ 
Die Jungredakteure, die Teil der „Wirtschaft macht Schule-Jugendredaktion sind, haben ihre Scheu überwunden und fragen weiter. Das Interview stellen sie zusammen mit anderen Filmen auf die IHK-Facebook-Seite „Deine Zukunft jetzt“, auch erreichbar unter #wmsihk. Dazu kommen Fotos und Eindrücke des Aktionstags im Filmpalast am ZKM, der den Startschuss für eine digitale Neuausrichtung des langjährigen IHK-Berufsorientierungsprojekts bildet.
Facebook, youtube, twitter und snapchat werden künftig bespielt mit Informationen über die duale Ausbildung im Allgemeinen, über Ausbildungsberufe und „Wirtschaft macht Schule“, das Projekt, das seit 2008 Kooperationen zwischen Unternehmen und Schulen vermittelt, im Speziellen. Die Homepage, das Herzstück der Kampagne, ist gegliedert in die Zielgruppen Schüler, Eltern, Lehrer und Unternehmen.
Comedian Osman Citir, neben Grenke zweiter Star des Vormittags, ruft die Schüler dazu auf: „Stellt Fotos rein, schreibt witzige Kommentare. Zum Beispiel: Der Ali hat mitten im Film geschlafen oder so.“ Mit Film ist die frisch angelaufene Bestsellerverfilmung von Wolfgang Herrndorfs Roman „Tschick“ gemeint, den die Schülerinnen und Schüler in Kino 9 anschauen dürfen, während ihre Lehrerinnen und Lehrer im Kinosaal nebenan über weitere Berufsorientierungsprojekte der IHK informiert werden.
Tschick und Maik, zwei jugendliche Außenseiter, ein russischer Spätaussiedler und ein Sohn aus zerrütteten, aber wohlhabenden Verhältnissen, gehen gemeinsam mit einem geklauten Lada Niva auf die Reise in die Walachei. Es geht um Spaß, Liebe, Persönlichkeitsentwicklung, selbstständige Entscheidungen und die Verhinderung von sozialer Ausgrenzung. Ganz aktuelle Themen.  Zukunftsthemen, die zum neuen „Wirtschaft macht Schule-Slogan ‚Deine Zukunft jetzt!‘ passen.
300 Schülerinnen und Schüler haben sich den Film angesehen und Osman Citir im Vorprogramm zugehört, der mit seinem flapsig-witzigen Programm „Comedy macht Schule“ ganz offensichtlich den Nerv der Jugendlichen trifft. Man kann es sehen an dem schwer umlagerten Autogrammstand des Comedian, an dem sich die Schülerinnen und Schüler mit kleinen Postern „Ich möchte einen interessanten Job und für meine Familie Zeit haben“ oder „Ich will eine sichere Zukunft und Geld verdienen“ am Selfie-Stand gemeinsam mit Osman fotografieren lassen.
Citir erkärt vorab den Lehrerinnen und Lehrern, die ihn teilweise schon vom „IHK-Tag der Berufsorientierung“ an ihren Schulen kennen, seine Strategie: „Mit meinem ziemlich persönlichen Comedyprogramm öffne ich die Herzen der Schüler und begeistere sie für das Thema Ausbildung. Eine abgeschlossene Ausbildung ist der erste Schritt und die Basis für weiteren beruflichen Erfolg. Das kann einem keiner mehr nehmen. Wenn die Herzen offen sind, können die Schüler sich bei den Tagen der Berufsorientierung direkt vor Ort beim Berufsparcour ausprobieren. Die IHK zeigt dann die Perspektiven auf.“ Citir weiß, wovon er spricht.  Er selbst ist gelernter Möbelverkäufer, der sich von der Hauptschule zum Realschulabschluss hochgearbeitet hat.
Zum Programm für die Lehrer gehören auch die Interviews, die IHK-Bildungsreferent Peter Minrath mit einigen Ausbildungsbotschaftern führt, Azubis, die von der IHK rhetorisch geschult wurden darin, ihre Berufe und Betriebe Schülern vorzustellen. Mediengestalterin Vanessa Fritsch von Otterbach Medien findet zum Beispiel „Ausbildung auch mit Abitur in der Tasche richtig cool.“ Fachinformatiker Alexander Scharf von der Grenke AG hat die Leidenschaft für den PC mit 15 gepackt als er seinen ersten eigenen Rechner bekam. Marcel Seeger, Elektroniker Geräte und Systeme ist froh, dem Wunsch seiner Mutter nach einem kaufmännischen Beruf nicht entsprochen zu haben und Alena Mihalkowichs Vater hatte eigentlich eine Ingenieurskarriere für seine Tochter im Auge. Aber die Weißrussin hat konsequent ihren Weg beschritten, und ist jetzt glücklich in der Ausbildung zur Hotelfachfrau bei Radisson Blu. „Deutsche Ausbildung ist überall anerkannt“, erklärt sie und strahlt dabei.
 IHK-Hauptgeschäftsführer Hans-Peter Mengele bringt es abschließend auf den Punkt: „Ausbildung ist wie bezahltes Bachelor-Studium.“
Weitere Informationen unter Deine Zukunft jetzt!