3G am Arbeitsplatz und Homeofficepflicht

Die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes und der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung wurden beschlossen und treten am 24.11.2021 in Kraft.

3G-Regeln am Arbeitsplatz

  • Arbeitgeber und Beschäftigte dürfen Arbeitsstätten, in denen ein physischer Kontakt vor Ort Anwesender nicht ausgeschlossen ist, ohne Impf-, Genesenen- oder tagesaktuellen Testnachweis (max. 24 Stunden) oder PCR-Test (maximal 48 Stunden) nicht betreten (3G-Regelung). Zur Testangebotsannahme und Testdurchführung darf eine nichtimmunisierte Person (nicht geimpft und nicht genesen) die Arbeitsstätte betreten.
  • Anerkannte Testnachweise sind solche, die im Sinne des § 2 Nummer 3, Nummer 5 oder Nummer 7 der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung vom 8. Mai 2021 (BAnz AT 08.05.2021 V1) durchgeführt wurden. Dazu zählen neben den von anerkannten Testeinrichtungen durchgeführten Tests auch Tests, die unter Aufsicht des Arbeitgebers durchgeführt wurden (§ 2 Nummer 7 a) COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahemverordnung). Eine Verpflichtung des Arbeitgebers, überwachte Tests im Betrieb anzubieten besteht nicht.
  • Der Arbeitgeber hat seinen Beschäftigten weiterhin zwei Tests pro Woche kostenlos anzubieten, es sei denn, diese arbeiten ausschließlich im Homeoffice. Darüber hinaus besteht in der Regel – bis auf bestimmte Berufsgruppen (Krankenhaus, Pflegeeinrichtungen, etc.) – kein Anspruch des Beschäftigten auf kostenlose Bereitstellung von Tests oder Erstattung von Testkosten durch den Arbeitgeber.
  • Auch für betrieblich organisierte Sammeltransporte, bei denen zwei oder mehrere Beschäftigte gemeinsam eine Strecke zurücklegen, die zur Erfüllung Ihrer Tätigkeiten erforderlich ist, gilt die 3G-Regelung.
  • Der Nachweis ist vom Arbeitgeber zu kontrollieren und zu dokumentieren.
  • Beschäftigte, die im Homeoffice arbeiten, müssen keine entsprechenden Nachweise vorlegen. Für Beschäftigte, die ausschließlich im Homeoffice arbeiten, besteht keine Testangebotspflicht.

Homeoffice-Pflicht

  • Sofern keine zwingenden betrieblichen Gründe entgegenstehen, hat der Arbeitgeber seinen Beschäftigten im Fall von Büroarbeiten oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen.
  • Die Beschäftigten müssen dieses Angebot annehmen, soweit keine Gründe entgegenstehen.

Weitere Informationen finden Sie unter den FAQ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Gesetzliche Grundlagen